11.01.2013

Perspektiven 2013


Ein gutes halbes Jahr nach der großen, weit vernetzten Veranstaltung von "Miteinander für Europa" am 12. Mai in Brüssel und zeitgleich in mehr als 150 Städten Europas zogen im November und Dezember 2012 die Hauptakteure auf internationaler und nationaler Ebene Bilanz und blickten nach vorn.

Im November kamen mehr als 100 Vertreter aus über 40 verschiedenen Gemeinschaften, Bewegungen und Werken aus verschiedenen Ländern Europas in München zusammen. Einig war man sich, dass die Zentralveranstaltung in Brüssel wichtig gewesen sei, die bunte Vielfalt der Veranstaltungen in den Städten Europas aber diesmal das Bild stärker geprägt habe. An vielen Orten war es das erste Mal, dass Gemeinschaften und Bewegungen aus unterschiedlichen konfessionellen Hintergründe zusammen kamen. In München wurde das Engagement der Christen in der Wirtschaft nun besonders in den Blick genommen: Christoph Raedel von der Universität des CVJM in Kassel und Luigino Bruni von der Lumsa-Universität in Rom und Professor am Sophia-Institut der Fokolar-Bewegung stellten Modelle einer gerechten Ökonomie vor, die in den Bewegungen bereits praktiziert werden.

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt unterstrichen Gerhard Proß und Thomas Römer vor den Anwesenden: Die gewachsene Einheit unter den Bewegungen und Gemeinschaften sei der wichtigste Beitrag, den die Bewegungen in Gesellschaft und Kirchen geben könnten. Gerade in der aktuell überall spürbaren Krise sei das ein Hoffnungszeichen für Europa und ein wichtiges Zeugnis für die Vertreter der Kirchen wie auch für die Engagierten in der Politik.

 

Im kommenden Jahr sollen nun die entstandenen Kontakte lokal vertieft und ausgeweitet werden. Das beschlossen auch rund 80 Vertreter aus Deutschland, die am 08. Dezember in Würzburg zusammen kamen. Gerhard Proß und Sr. Nicole Grochowina aus dem deutschen Koordinationsteam zeigten unterschiedliche Dimensionen der gewachsenen Beziehungen und der Gemeinschaft unter den Bewegungen auf: Pross aus geistlich-spiritueller Sicht, Grochowina aus historisch-gesellschaftlicher Perspektive.

Die "7 Ja" als konkrete Pisten des Engagements auf sozialer, wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Ebene werden die gemeinsamen Initiativen von "Miteinander für Europa" im kommenden Jahr prägen. Erste Treffen der lokalen Netzwerke hat es bereits in einigen Städten dazu gegeben.

 

Geistlicher Impuls von Gernhard Proß >>

Referat Sr. Nicole Grochowina >>