| Beitragsseiten |
|---|
| Forum - Bericht |
| Seite 2 |
| Alle Seiten |
Zeichen der Hoffnung
Bewegungen und Gemeinschaften -
miteinander für Europa
Die Vision eines geeinten Europas sei auf den Trümmern des Zweiten Weltkrieges entstanden, in der Hoffnung auf Freiheit und Frieden, so Prof. Dr. Andrea Riccardi, Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, am 14. Mai auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag. Doch dieses Europa werde aufhören, Geschichte zu schreiben, wenn es sich abschotte oder ins „kleine gemütliche Eigene“ seiner Länder flüchte. Riccardi sprach im Rahmen des Forums „Zeichen der Hoffnung“, gestaltet von Bewegungen und Gemeinschaften im Miteinander für Europa. Aus den Bewegungen müsse, so Riccardi, als gesellschaftlicher Beitrag geistlicher Bewegungen für Europa, ein Vorbild der Menschlichkeit und des christlichen Miteinander für Europa hervorgehen. Ein Europa des Geldes reiche nicht, es brauche ein Europa, das großzügig sei gegenüber den Armen, gegenüber anderen Kontinenten.Der Weg des Miteinander der Bewegungen und Gemeinschaften, der so demütig vor gut zehn Jahren begonnen habe, sei ein großes ökumenisches Zeichen für die Kirche und die Gesellschaft.
Etwa zwei Drittel der 1900 Besucher des Forums waren aus den Bewegungen des Miteinander gekommen. Podiumsdiskussionen und Zeugnisse, Erfahrungsberichte gelebten Miteinanders - etwa im Bereich von Ehe und Familie - und mutige Visionen, Gebete und musikalische wie künstlerische Beiträge reflektierten den gemeinsamen Weg.
Fünf Schlüsselerfahrungen des Miteinanders beschrieben Thomas Römer (CVJM München) und Edith Wenger (Teen Challenge) am Nachmittag: Die Gegenwart von Jesus inmitten derer, die nach seinem Wort leben, eine echte Entscheidung füreinander, das Wort Gottes, Versöhnung und schließlich die Entdeckung des Reichtums der Anderen.

